Bloggertour mit Heylilahey ♥

Vor einem Monat waren wir auf unserer Bloggertour in Berlin unterwegs und haben dort die liebe Mia. Sie bloggt seit 2010 auf heylilahey über Mode. Vor allem fokussiert sie sich auf Fair Fashion und gibt zu diesem Thema regelmäßig Shoppingtipps.

Mia haben wir nach Feierabend auf dem Tempelhofer Feld getroffen und mit ihr auch ein kleines und persönliches Interview geführt. Mehr über ihre Person und ihre Einstellung zu Fair Fashion könnt ihr den folgenden Zeilen entnehmen.

Viel Spaß beim Lesen!

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Was hat dich dazu bewegt, einen Blog zu gründen?

Ich hatte früher viele Blogs gelesen. Und dann habe ich zu erst einen Blog mit einer Freundin gegründet. Hatte aber so gar nicht funktioniert. Wir hatten zwei Post und dann kam nie wieder etwas. Danach war das Thema „Blog“ erst einmal zu Ende. Dann war ich mit meinem jetztigen Freund in New York seine Eltern besuchen und zufällig war gerade Fashion Week. Man konnte sich das richtig von außen anschauen, wie die dort ihre Streetstyle Fotos gemacht haben. Da gab es ja schon einige Blogger, die dann von Streetstyle-Fotografen geshootet wurde. Ich fand das irgendwie so spannend und ich wollte einfach Teil der Modeszene sein.

Wie lange gibt es deinen Blog bereits?

Seit ca. 5 1/2 Jahren.

Und “lila”, weil es deine Lieblingsfarbe ist?

Nein, das hat eigentlich gar keine richtige Bedeutung. Mittlerweile finde ich es ganz gut, dass es keine Bedeutung hat. Ich wollte irgendwas mit „Hey“ im Namen, weil es cool ist. Der Blog von meiner Freundin und mir hieß „Hey Lila“, weil es einen Laden gab, der Lila hieß, den wir mochten. “Hey” wollte ich einfach im Namen haben. Leider kam ich in unseren Account nicht mehr hinein, weshalb ich meinen Blog dann einfach „Heylilahey“ genannt habe.

Siehst du dich als Modebloggerin?

Joa doch, eigentlich schon. Das, was auch wirklich sehr gut ankommt, sind die Outfits und Modethemen. Ich poste mindestens einmal die Woche ein Outfit. Freitags immer eine Shoppingcollage. Also es ist sehr viel Fashion. Aber genauso wie bei anderen Blogs, habe ich jetzt auch mittlerweile andere Kategorien. Ich konzentriere mich auch immer mehr auf Fair Fashion und Nachhaltigkeit. Das sind so die großen Oberthemen. Travel Themen und ein bisschen Food, Nachhaltigkeitstipps und Beauty sind auch noch weitere Kategorien. Ein paar Berlin Themen stelle ich auch vor: Lieblingsrestaurant usw.

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Wie kam es dazu, dass du dich vegan ernährst und so viel Wert auf Fair Fashion legst?

Die beiden hängen eigentlich gar nicht so richtig zusammen. Also vegane Ernährung, weil ich eine Lactoseintoleranz habe. Ich habe viele Rezepte ohne Milch gesucht und ich fand es irgendwie blöd, lactosefreie Produkte zu verwenden. Viele milchfreie Rezepte sind vegan und dann habe ich auch einen meiner Lieblingsblogs gefunden „Oh she glows“. Ihre Rezepte waren so lecker und haben immer gut geklappt. Ich habe gemerkt, dass vegan essen sehr einfach, lecker und gesund ist.

Das war also nicht von Anfang an das Konzept deines Blogs?

Nein, vegane Ernährung ist auch gar nicht so das riesen Thema auf meinem Blog, weil ich es einfach für mich mache. Es trägt natürlich auch einen großen Anteil zur Umwelt bei und deswegen bin ich auch ein Befürworter der veganen bzw fleischarmen Ernährung. Ich esse jetzt seit vier Jahren vegan. Nicht 100%ig, weil es ab und zu nicht klappt oder ich es nicht möchte. Ich habe es mir nicht auf erzwungen. Es hat sich einfach so entwickelt.

Das Thema Fair Fashion habe ich mehr auf meinem Blog präsentiert. Ich habe mal so einen Shopping Ban gemacht vor zwei Jahren und der hat gut geklappt. Und dann wollte ich einfach mehr zum Thema „Bewusster einkaufen“ schreiben. Am Ende, wenn du bewusster einkaufst, kaufst du zum Einen weniger ein. Weniger Konsum und du achtest mehr darauf, was du kaufst. Es gibt noch nicht so viel fair fashion und deswegen veröffentliche ich freitags immer einen Post über Shopping Tipps aus dem Bereich „Fair Fashion“.

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Wenn es ein Kleidungsstück gibt, welches dir so gut gefällt, aber es nicht fair fashion ist, würdest du es trotzdem kaufen? Oder ziehst du es konsequent durch?

Es ist wie mit der veganen Ernährung: Ich würde nicht sagen, dass ich so militant bin und sage, ich mache es zu 100% oder gar nicht. Ich weiß nicht, ich mache es realistischer. Die Leser würden sich auch nicht von dem einen auf den anderen Tag komplett Richtung fair fashion bewegen. Manchmal sage ich mir auch „Okay, das macht Sinn, dieses Kleidungsstück zu kaufen. Das habe ich länger und dieses gibt es auch nicht fair zu kaufen.“ Ich finde es dann auch gar nicht schlimm oder ich würde auch nicht meinen, dass es dann gar nicht zu meiner Philosophie passt. Meine Philosophie ist eher, dass man eine gute Mischung daraus macht: Bewusst einkaufen, fair einkaufen, nachhaltig einkaufen und auch hin und wieder auf vegane Kleidungsstücke achten.

Und ich kaufe sehr viel vintage. Das wäre eher mein Traum, dass ich irgendwann nur noch secondhand Kleidung kaufe, weil meiner Meinung nach, das am nachhaltigsten ist.

Was sind denn deine Lieblingsvintageshops?

In Berlin ist es schwierig. Da finde ich Sachen eher auf dem Flohmarkt und auf Reisen. Als ich in Barcelona und New York war, habe ich mir dort die Vintageshops angeschaut und immer etwas gefunden (die Tasche ist aus einem Vintageladen aus Barcelona). Ein Kleidungsstück in meinem Outfit ist eigentlich immer vintage. Dann gibt es noch auf dem Asos Greenroom eine reclaimed vintage Marke, die holen sich secondhand Stoff und machen daraus neue Kleidungsstücke (ihre Bluse ist von asos greenroom).

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Bei uns Bloggern ist es ja auch der Fall, dass wir unsere Freunde immer dazu überreden, unsere Fotos zu machen. Du sagtest ja auch schon, dass dein Freund die Fotos von dir macht. Gefällt ihm das auch?

Ich glaube schon. Es macht eigentlich immer Spaß. Manchmal läuft es nicht ganz so, wie ich es möchte, aber das ist nur selten vor. An sich findet er es cool, weil er viel gelernt hat und wir beide versuchen, uns zu verbessern.

Hattest du schon einmal Zweifel an der Modeszene, in der du dich bewegst? An dem Lifestyle?

Was ich nicht so toll finde, ist der große Konsum: Dass man jeden Tag irgendetwas Neues kaufen oder präsentieren muss. Als Blogger kommt es eigentlich am besten an, wenn man jeden Tag ein neues Outfit präsentiert. Das habe ich schon gemerkt, vor allem wenn es neu ist, kommt es bei den Lesern gut an. Das gefällt mir nicht so gut. Aber mittlerweile denke ich schon, dass meine Leser es gut finden, dass ich Kleidungsstücke immer mal wieder zeige und anders kombiniere. Das schätzen sie. Deshalb hat sich das bei den Bloggern auch etwas geändert, dass dieses „low fashion“ immer beliebter wird und das „fast fashion“, dass man jeden Tag etwas Neues braucht und jede Saison 10 neue Teile, die man nächstes Jahr gar nicht mehr trägt, dass ist so das, was mich so stört.

Und nun zur letzten Frage: Findest du, dass du deinen Stil gefunden hast? Und wenn ja, wie lange du dafür gebraucht hast?

Ich glaube ich habe vor einem oder zwei Jahren schon einmal gesagt, dass ich meinen Stil gefunden habe. Ah beim Shopping Ban, weil ich ihn auch gemacht habe, um meinen Stil zu finden und ich glaube, ich werde nie so den einen Stil finden. Ich merke jetzt schon, was mir gefällt und auch über längere Zeit. Ich mag den Boho Style sehr gerne, aber würde ihn nie so krass ausreifen. Vielleicht so ein minimalistischer Boho Style mit vielen vintage Stücken und viel schwarz weiß. So könnte ich meinen Style definieren. Ich könnte aber nicht sagen, dass ich ihn gefunden habe. Ich kaufe auf jeden Fall bewusster.

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Wenn ihr mehr über Mia lesen wollt und euch inspirieren lassen möchtet rund um das Thema “Fair fashion”, dann schaut auf jeden Fall auf ihrem Blog nach! Ihr Blog gehört zu meinen Lieblingsblogs und ich kann euch nur wärmstens ans Herz legen, ihren Blog zu besuchen! ♥

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Comments

  1. says

    Ich kenne den Blog von Mia bereits und finde sie ist eine sehr sympathische Person, was auch in diesem Interview gut rüberkommt. Die Fragen die ihr gestellt habt finde ich sehr gut und es ist ein interessantes Interview dabei rausgekommen. Ich bin gespannt auf weitere!

    • Nat says

      Hey hey! Danke danke für das liebe Feedback! Wie schon gesagt, es war unser erstes Interview von der Bloggertour, und es zeigt es umso mehr, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dank dem tollen Feedback! Uns ist es bei der Tour einfach am wichtig, die Person hinter dem Blog kennenzulernen. Hinter die Kulissen zu schauen und einfach einen schönen Tag mit den Bloggern zu haben! Danke dir!

Trackbacks

  1. […] Bevor ich mit New York-Blogposts starte, muss ich euch unbedingt erst einmal diese Bilder, die gerade in meinem Postfach eingetrudelt sind, und den Hintergrund dazu vorstellen. Vor ein paar Wochen habe ich mich mit der lieben Natasha und ihrem Freund Wilko in Berlin getroffen. Für ihren Blog Nat Kay haben sie mich ein bisschen ausgequetscht. Nat Kay ist ein Mode- und Fotografie-Blog und zur Zeit stecken sie mitten in einem neuen Projekt: Eine Bloggertour durch Deutschland, um verschiedene Blogger zu porträtieren, vorzustellen und einfach mal ein bisschen einen Blick hinter die Kulissen zu geben. Natasha und Wilko sind unglaublich sympathisch. Ich kannte Natasha schon über Instagram und es ist einfach immer spannend, die Leute hinter den virtuellen Profilen kennenzulernen! Mein (langes) Interview (ich rede anscheinend viel, haha) mit Natasha zu meinem Blog und Nachhaltigkeitsansatz sowie noch mehr Fotos findet ihr auf Nat Kay! […]

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